Mehr biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft durch nachhaltige Biomasseerzeugung

FnBB-Vereinsseiten (Ausgabe 3|2021 der SONNENENERGIE)

Achim Kaiser

Biogas aus Wildpflanzen fördert eine ökologische Energiewende – leider ist der politische Rückenwind für Blühpflanzen noch zu schwach

Die Landwirtschaft ist Deutschlands größte Flächennutzerin. Gleichzeitig ist sie ein wichtiges Standbein unserer Volkswirtschaft, welches die Ernährung sichert und nachwachsende Rohstoffe produziert. Obwohl die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Deutschland seit Jahren mehr oder minder gleich groß ist, so hat sich doch das optische Erscheinungsbild verändert: Vor 60 Jahren war sie deutlich grüner und auch bunter – mit Blühpflanzen versehene Wiesen und Weiden machten etwa die Hälfte der Agrarfläche aus. Heutzutage werden 71 % der landwirtschaftlichen Fläche ackerbaulich genutzt: Hierauf werden vorrangig Getreide (z.B. Weizen und Gerste), Silomais, Ölfrüchte (z.B. Raps sowie Sonnenblumen), Hackfrüchte (primär Zuckerrüben und Kartoffeln) oder Gemüse angebaut. Doch mit der Konzentration auf den Anbau von wenigen Kulturarten und der gleichzeitigen Steigerung der Erträge pro Flächeneinheit sind vielfältige Umweltbelastungen verbunden.


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